Das größte Projekt und die langfristig wichtigste Aufgabe von Olileanya e.V. ist die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Vor-Ort-Arbeit in Emene/Nigeria von Gabi Ayivi (siehe Seite Projekte).

Gabi Ayivi ist 1. Vorsitzende von Olileanya e.V. und hat Ende 2013 altersbedingt  ihre Erwerbstätigkeit in Deutschland beendet. Dabei von Ruhestand zu sprechen wäre denkbar unpassend. Sie ist im Mai 2014 nach Emene/Nigeria übersiedelt und hat dort aktuell 17 Kinder und Jugendliche bei sich aufgenommen. 

Olileanya e.V. wird für die Kinder Patenschaften in Deutschland vermitteln, aktuell und regelmäßig aus Emene berichten sowie für die Unterbringung und Ausbildung der Kinder Spenden sammeln.

DAS TOR ZUM HAUSE "NNO" = WILLKOMMEN

Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Announciation Specialist Hospital in Emene, Enugu, Nigeria

Rundbrief vom März 2026

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von Olileanya,

liebe alle, die uns schon lange begleiten oder von uns gehört haben und ganz gezielt aufrufen oder aus Versehen auf der Suche nach irgendwas über unsere Website stolpern und –glücklicherweise – darin hängen bleiben. Herzlich willkommen alle, die im vergangenen Jahr neu zu uns gestoßen sind.

 

Zunächst muss ich um Entschuldigung bitten für das lange Schweigen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, das letzte dreiviertel Jahr war bis heute in vieler Hinsicht sehr anstrengend. Es ist schwierig, in einem Land zu arbeiten, in demPolitik als regulierende oder stützende Kraft nicht existiert, und zwar schon seit Jahren nicht. Es ist aber aus meiner Sicht auch absolut nicht nachvollziehbar, dass die deutsche Vertretung in Nigeria, die nach meinem Verständnis im Interesse der hilfesuchenden Deutschen arbeiten sollte, uns über Monate hinweg Steine in den Weg geworfen hat, um die Aufnahme von Ugo in das Freiburger College hinauszuzögern.

Abschiedsbild von der Schule in Enugu. Ugo ist der fünfte links in der unteren Reihe.

 Ich als Antragstellerin wurde nicht über die Hinderungsgründe informiert, es bestand wochenlang Funkstille. Nur mit großer Anstrengung des Colleges selbst konnte ich ihn endlich Anfang September in Frankfurt am Flughafen abholen. Die gesamte Planung eines langsamen Ankommens in Deutschland wurde zunichte gemacht – Ugo musste direkt vom Flughafen nach Freiburg gebracht werden, weil die Eingewöhnungswoche in der Schule schon fortgeschritten war. Er wurde trotz gründlicher Vorbereitung ins kalte Wasser geworfen. Bürokratie und ihr Verständnis sind nicht nachvollziehbar.

In Freiburg im Biologieunterricht

Diese Situation hat meinen Sommeraufenthalt in Deutschland sehr beeinträchtigt. Es ist nur den vielen guten und sehr guten Begegnungen zu verdanken, dass ich mich dennoch über weite Strecken wohlfühlte, vom Süden in den Norden, vom Westen in den Osten. Vielen Dank für herzliche Gastfreundschaft, wertvolle Unterstützung, Anteilnahme und Verständnis. Hier sind zwei Spenden besonders hervorzuheben: Aus der Heimatregion meiner Mutter kam die erlösende Finanzierung für die Solaranlage in der Farm.

Um die Frage „wie geht es Ugo in Deutschland“ gleich zu beantworten: erstaunlich gut. Es war vermutlich hilfreich, dass er im Vorfeld bereits seit mehr als 7 Jahre in einem „deutschen“ Haushalt mit vielen Kindern und Jugendlichen lebte. So waren Begriffe wie Mülltrennung, Pünktlichkeit und Rücksichtnahme für ihn nichts Neues. Er freute sich sehr darüber, wie herzlich er überall aufgenommen wurde, wo auch immer er seine eingeschränkte Freizeit verbrachte. Mit der Kälte kam er verständlicherweise weniger gut zurecht. Aber ich glaube, dass er sich daran mittlerweile auch gewöhnt hat.

Weihnachtsferien mit Familienanschluss

Wie immer hatte ich mich auch sehr auf die Rückkehr nach Emene gefreut. Eine Abwesenheit von fast einem Vierteljahr ist auch für die Arbeit hier problematisch, auch wenn ein Großteil davon in die Sommerferien fällt.

Zum Thema „wertvolle Unterstützung“ ist zu sagen, dass das Geld für den Solarstrom für die Farm am Tag meiner Rückreise aus einer einzigen Spende kam. Mit einem solchen Wissen im Gepäck wurde es mir leicht gemacht, zuversichtlich zu sein. Voller Energie wollte ich mich auf die liegen gebliebene Arbeit stürzen, bevor alle Kinder zum Schulbeginn wieder hier einfielen.

Leider wurde diese Aufbruchstimmung bereits am nächsten Tag zerstört: Am Vormittag erfuhr ich, dass meine beste Freundin in Nigeria, Sr. Jane Frances, Unterstützerin und Ratgeberin in allen nigerianischen Lebenslagen, am frühen Morgen in Deutschand verstorben war. Die Trauer über diesen Verlust machte jede Anforderung bis zum Ende des Jahres 2025 zu einem Kraftakt. Dabei gab es so unendlich viel zu tun.

Sr. Jane Frances – meine beste nigerianische Sista und Freundin. RIP
als die Welt noch in Ordnung war

OLILEANYA GREEN GARDEN

Im August war der Fischtank im Gewächshaus in Betrieb genommen worden. Es sollte ein Probelauf mit Catfish (afrikanischer Wels) sein. Gott sei Dank war mit einer relativ kleinen Anzahl von Fischen begonnen worden. Das Ganze ist eine Weisheit für sich. Die Zusammensetzung des Futters ändert sich mit dem Wachstum. Schwierig, schwierig.
Bei der ersten Aufzucht von Paprika machte uns ein Schädlingsbefall im Gewächshaus sehr zu schaffen. Ihm fiel ein Großteil der jungen Pflanzen zum Opfer. Der zweite Versuch war sehr erfreulich, das Wachstum verlief reibungslos, die Ausbeute war überwältigend, der Absatz ebenfalls. Und auch die Tomaten entwickelten sich sehr gut. Da bestand lediglich das Problem, den Gärtnern meine Vorstellung von rot zu vermitteln. Bei ihnen wäre ein leichtes Rot völlig ausreichend gewesen. Nach ein paar Korrekturen hatten wir uns zusammengerauft.

Und auch ihre Geschwister sowie die fast 8jährige Kasie, die jetzt nicht mehr als Wasserträgerin für ihre Oma zuständig ist, genießen die entlastenden Umstände. Und nur der 10jährige Kamsi, der Jüngste in der Geschwisterreihe, hat noch keine Patin / keinen Paten. Ich bin zuversichtlich, dass sich hier auch bald jemand findet.

reiche Ernte
fertig zum Verkauf
heiß begehrt - Tomaten
neu auf dem Speiseplan - Tomatensalat

Und endlich konnte im Dezember die Solarenergie installiert werden. Nur mit ihr könnte endlich auch der Aquaponik-Betrieb gestartet werden. Ich habe allerdings den Verdacht, dass sich das Team an diese ihnen unbekannte Aufgabe noch nicht herantraut. Stattdessen wurden zu meinem Bedauern zwei weitere, große Fischponds in Betrieb genommen. In der letzten Besprechung habe ich sehr deutlich gemacht, dass der ursprüngliche Plan nun endlich angegangen werden muss. Der Verkauf vonTomaten und Paprika allein kann die Ausgaben nicht decken, und auch Fische müssen erst mal wachsen, bevor sie in den Handel gebracht werden können.

Sollten sich also noch Unterstützer für die Farm finden (worüber ich sehr glücklich wäre), so werde ich eine absolute Verwendungssperre einrichten: Diese Gelder werden nur für die Inbetriebnahme von Aquaponik eingesetzt, womit wir nach Ostern anfangen könnten.

Dr. Obinna hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mit der Aufzucht von Hasen begonnen.
Dadurch hat er ein neues Arbeitsfeld eröffnet: Er impft seine Tiere selbst und freut sich, in die Veterinärmedizin eingestiegen zu sein.

Dr. Obinna und sene Hasen
erster Nachwuchs

Eine weitere Baustelle ist nach wie vor die Augenklinik. Die Leitung des Krankenhauses weigerte sich beharrlich, mit uns in eine weitere Diskussion zu treten. Es wurde als Affront betrachtet, dass wir inzwischen einen Anwalt eingeschaltet hatten, der uns unter Berücksichtigung nigerianischer Richtlinien weiterbringen sollte. Im November bekam ich die erleichternde Nachricht, dass die bisherige Führung in allen verwaltungstechnischen Bereichen ausgetauscht werden sollte, ein neues Team werde zum Dezember die Arbeit übernehmen. Meine Freude erfuhr allerdings Mitte Dezember einen Dämpfer – die neue Geschäftsführerin, die viele Jahre in England arbeitete, begann mit einer großen Lücke von Informationen, die von uns nun mühsam nachgereicht werden müssen. Ein weiterer Plan für die künftige Zusammenarbeit wurde ausgearbeitet, der im Verlauf des Februar vorgelegt werden wird.

Es gibt absolute Glanzlichter in meinem Leben, völlig unerwartet und deshalb um so schöner. Glanzlichter, die das Leben von zunächst 6, schlussendlich aber 5 Buben grundlegend veränderte.

Eines Morgens gegen 10.00 Uhr waren wir zu dritt unterwegs, um ein Nachbargrundstück zu besichtigen: Chibuzo, der Sozialarbeiter, Mary, meine direkte Mitarbeiterin im Haus, und ich. An unserer Straßenecke fanden wir sechs Buben im Schatten sitzen zu einem Zeitpunkt, als sie eigentlich in einer benachbarten Schule im Unterricht hätten sein sollen. Befragt, warum sie dort nicht sind, erzählten sie, dass sie von dort rausgeflogen seien, weil die Schulgebühren nicht bezahlt worden seienI

Ich habe sie wieder zurückgeschickt mit der Bitte, sich direkt bei der verantwortlichen Person zu melden und ihr auszurichten, dass wir – Chibuzo und ich – am nächsten Morgen kommen und die Angelegenheit klären würden. .Es ist ein riesiges Unrecht, Kinder zu bestrafen dafür, dass ihre Eltern diese Leistungen nicht im geforderten Zeitraum erbringen können. Die Kinder sind die Leidtragenden, werden vor der Klasse gedemütig, sind im günstigsten Falle einige Tage, oft aber für das gesamte Trimester vom Unterricht ausgeschlossen.

Wie es die Fügung wollte, hatte mich wenige Tage zuvor eine Freundin darüber informiert, dass sie als Chorleiterin mit ihrem Chor für OLILEANYA ein Benefiz-Konzert veranstalten würde. Der Reinerlös sollte für Kinder gespendet werden. Also haben wir am nächsten Morgen die Koordinatorin dieser Schule aufgesucht und ihr zunächst deutlich gemacht, dass es nicht angemessen sei, Kinder für die Versäumnisse der Eltern zu bestrafen. Sie meinte, nur mit diesem Druck seien die Eltern bereit, endlich mehr als die Anzahlung zu leisten. Es ist ungeheuerlich. Ich habe sie dringend aufgefordert, andere Mechanismen zu entwickeln – 13jährige Jungs seien keine Sündenböcke.

Dann habe ich ihr von dem Angebot aus Deutschland erzählt und in Erwartung gestellt, bei Geldeingang die ausstehenden Schulden zu bezahlen. Vorher wolle ich jedoch mit den Eltern / Müttern die Situation klären. Ab da flackerten in den Augen der Dame bereits die Euro-Zeichen.

 

Das Konzert auf dem Heuberg war ein gigantischer Erfolg, für den Chor ein sehr gelungenes Heimspiel. So etwas baut auf, in erster Linie natürlich auch die Chorleiterin, deren Engagement in einer knallvollen Kirche sichtbar gewürdigt wird. Wir bekamen eine sensationelle Spende, die für die Buben das Schulgeld für das ganze Jahr und auch darüber hinaus sicherstellt.

Das Gespräch mit den Eltern / Müttern war sehr, sehr traurig: sie kratzen noch die letzten Naira zusammen, um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Oft reicht es halt trotzdem nicht. Entsprechend glücklich waren sie darüber, dass diese Last für die nächste Zeit von ihren Schultern genommen wird. Einer der Jungs kommt seither ab und zu zum Spielen hierher. Ein anderer, der hier in einer Pflegefamilie war (der sog. Pflegevater hatte nicht bezahlt) ist jetzt wieder im Elternhaus, wo es ihm hoffentlich wesentlich besser geht. Auch wenn die Geschichte gut ausgegangen ist, bleibt bei mir doch eine Traurigkeit zurück, aber auch großer Ärger, weil der Staat halt nirgendwo regulierend eingreift.

reich beschenkt durch Chormusik

Und damit komme ich im Haus Nno an – ohne dessen Akteure ich die Zeit nach dem Verlust von Jane Frances nicht so schnell hätte bewältigen können.

In diesem Bereich wird deutlich, wie sehr sich die über Generationen hinweg bestehenden und festgeklopften gesellschaftlichen Werte auflösen. Dass man ein Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen, funktioniert schon lange nicht mehr – die Familie selbst ist dazu ebenfalls nicht mehr bereit oder in der Lage. Und was außerhalb des engsten familiären Rahmens stattfindet, wird ohnehin nicht mehr beachtet. Eigenverantwortung, Verantwortung für den Nächsten – wozu bitte? Die Vertreter des Staates machen vor, wie gut man von Pump leben kann – siehe   https://share.google/MMDmAt4w4D5FjK9HH 

und wie sehr sich die Weltbank insgeheim freut, dass ihr Nigeria in nicht allzuferner Zukunft zu einem Großteil gehört – der Rest gehört China. Diese bittere Wahrheit verkehrt sich in bizarrer Weise ins Gegenteil. Das setzt sich dann überall durch. „Give me!“ ist der meistgehörte Slogan.

So wurden wir damit konfrontiert, dass vier Geschwister zwischen 10 und 16 Jahren kurz vor der Obdachlosigkeit standen, weil die über Jahre hinweg funktionierenden Spenden für die Mutter plötzlich nicht mehr flossen, deshalb die Miete nicht bezahlt werden konnte, die Schulgebühren seit einem Jahr ohnehin nicht mehr bezahlt worden waren und die Kinder von der Schule geflogen waren. Also haben wir auf dringenden Hilferuf einer Verwandten aus Deutschland die Vier notfallmäßig Mitte September aufgenommen, obwohl wir eigentlich keinen Platz mehr hatten.

Ein kleines Mädchen, Vollwaise, war bereits im Juni angemeldet worden, kam dann ebenfalls zum Schulbeginn dazu. Sie lebte seit dem Tod der Mutter bei der verwitweten Großmutter, die sich auch nicht mehr in der Lage sieht, die nötige Fürsorge zu leisten. So mussten fünf Kinder in die Rolle der Erwachsenen schlüpfen – Mutter bzw. Großmutter erhoben den Anspruch, versorgt zu werden.

Man kann sich vorstellen, wie schwierig es war, dies wieder in reguläre Bahnen zu lenken. Aber es ist trotz aller Bedenken hervorragend gelungen. Zikora, die Älteste der vier Geschwister, hat trotz einjähriger Pause vom Schulunterricht das erste Trimester als Klassenbeste abgeschlossen. Das ist sensationell. Sie stürzt sich nachgerade auf alles, was ihr an Neuem begegnet. Am letzten Samstag hat sie erstmals alleine einen Hefezopf gebacken und ist mächtig stolz darauf.

Und auch ihre Geschwister sowie die fast 8jährige Kasie, die jetzt nicht mehr als Wasserträgerin für ihre Oma zuständig ist, genießen die entlastenden Umstände. Und nur der 10jährige Kamsi, der Jüngste in der Geschwisterreihe, hat noch keine Patin / keinen Paten. Ich bin zuversichtlich, dass sich hier auch bald jemand findet.

Mittlerweile konnten wir auch eine einigermaßen befriedigende Lösung für unsere Raumnot ausarbeiten: Das Bett von Ugo war durch den Umzug nach Deutschland ohnehin frei geworden. Die beiden Erwachsenen im Haus – Tochukwu und Okwudili – müssen sich eine eigene kleine Wohnung anmieten. Es wird ohnehin höchste Zeit, dass sie sich auf eigene Füße stellen, auch wenn ihnen das nicht leicht fallen wird. Aber ihr Verbleib im Haus ist jetzt einfach nicht mehr vertretbar.

Auch dieses Mal gibt es wieder ein Intermezzo, das sich allerdings länger hinzog als im letzten Mai. Am 08.02. und 09.02.2026 musste der Computer auf Windows 11 umgestellt werden. Dadurch fielen schon mal zwei Arbeitstage weg. Am kommenden Tag war die Datei mit dem Rundbrief spurlos verschwunden, tauchte erst heute Morgen aus den Tiefen dieser rätselhaften Maschine wieder auf. Es ist eine große Erleichterung, dass ich nicht alles wieder von Neuem niederschreiben muss.

In der Zwangspause bin ich zu dem Ergebnis gekommen, den politischen Teil dieses Mal abzukürzen. Es ist einfach zu deprimierend, alles darzulegen. In einem Land wie Deutschland, das aktuell mit seinen eigenen Problemen genug zu tun hat, ist es auch in keiner Weise nachvollziehbar, wie hier „regiert“ wird. Der absolute Höhepunkt ereignete sich letzte Woche, als eine Delegation der Weltbank bei Herrn Tinubu einen Besuch abstattete. Dieser war zuvor ein paar Tage in Ägypten bei Herrn Erdogan gewesen und kam relativ schlecht aufgelegt wieder zurück. Da kam das überbordende Lob der Sprecherin der Weltbank gerade richtig, um sein Ego wieder aufzubauen. Klar ist: es wird auf allen Ebenen gelogen, dass sich die Balken biegen.

Die Realität sieht so aus: Gigantischer Schuldenstand – und es vergeht kein Monat, in dem bei der Weltbank nicht weitere Trillionen an Naira an Kredit beantragt (und gewährt!) werden. Die Armutsrate liegt bei 80% der Bevölkerung. Lt. Welthungerhilfe belegt Nigeria weltweit Rang 1 der hungernden Bevölkerung. Das ist die bittere Realität, der nichts hinzugefügt werden muss. Leider erscheinen diese Zahlen nicht in der internationalen Presse. Hier tauchen die Opfer von Gewalttaten in der Regel nur auf, wenn sie mehr als 100 Personen beträgt und bevorzugt in christlichen Kirchen im Norden des Landes stattfinden. Dann droht Herr Trump damit, Soldaten nach Nigeria zu schicken, um für Ordnung zu sorgen. Das ist zynisch. Wer wissen möchte, wie es hier vor Ort zugeht, kann mich fragen. Wir wurschteln uns durch, so gut es immer geht, sind froh, keinen Kälteeinbruch zu haben und weit und breit kein Glatteis.

Und wie jedes Mal kommt zum Schluss das große Dankeschön an alle, die uns im vergangenen Jahr so treu begleitet haben – durch Gebete, durch positives Denken, durch Briefe und durch finanzielle Unterstützung, die nach wie vor die Mägen der ewig hungrigen Kinder füllt, die medizinische Behandlung der Ärmsten bezahlt und dem altersschwachen Bus jüngst einen neuen Satz Reifen ermöglichte, um den Transport in die Schule und zurück weiterhin sicherzustellen

Ihnen/euch alles Gute!

Herzliche Grüße – Gabi Ayivi