Olileanya


...ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der gegründet wurde, um hilfebedürftige Kinder und Jugendliche im Südosten von Nigeria zu unterstützen und zu fördern. 

In ihm können sich Menschen unabhängig von Alter, Religionszugehörigkeit und Nationalität zusammenschließen. 

Die Spenden kommen zu hundert Prozent bei den vorgesehenen Empfängern an, da keinerlei Verwaltungskosten anfallen. 

Die sich durch die Vereinsarbeit ergebenden Tätigkeiten werden ausschließlich ehrenamtlich erbracht. 

Das größte Projekt und die langfristig wichtigste Aufgabe von Olileanya e.V. ist die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Vor-Ort-Arbeit in Emene/Nigeria von Gabi Ayivi (siehe Seite Projekte und Vor Ort in Nigeria).

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Grundsätzliches zum Thema Patenschaft 

Aufgrund der in den letzten 1 ½ Jahren im Rahmen der Versorgung der Kinder im Hause Nno gemachten Erfahrungen möchte ich zum Thema „Patenschaften“ und den entstehenden Kosten auf folgende Umstände hinweisen:

Wie ich vielfach feststelle, werben große Organisationen mit sehr geringen monatlichen Zahlungen darum, eine Patenschaft für ein Kind in Afrika zu übernehmen. Mit z.T. 1 Euro täglich könne man ein Kind und seine Umgebung kleiden, ernähren, medizinisch versorgen und zur Schule schicken. Ich weiß nicht, wie solche Organisationen arbeiten; OLILEANYA ist auf jeden Fall nicht in der Lage, derartige „Billigangebote“ zu machen. Deshalb bieten wir an, eine Patenschaft auf mehrere Schultern zu verteilen. Wenn wir den Monatsbetrag von mindestens 50 Euro pro Kind erreicht haben, können wir die entsprechenden Spender zusammenfassen und das Geld für „ihr“ Kind verwenden.

Bei chronisch kranken Kindern steht man (vermutlich nicht nur in Nigeria) vor einer besonderen Herausforderung: eine erfolgreiche Versorgung im gesundheitlichen Bereich kann nur bei einer das „normale Maß“ übersteigenden Ernährung sichergestellt werden. Das heißt im Klartext, dass wir vom hierzulande üblichen Nahrungsangebot deutlich abweichen. Wir bieten eine abwechslungsreiche Kost an mit Reis, viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch und – 1mal wöchentlich – Fleisch, und dies in drei Mahlzeiten täglich. Wer möchte, bekommt Müsli, Joghurt und Frischmilch. All das ist in Nigeria extrem teuer. Die Trinkwasserversorgung erfolgt nur über versiegelte Flaschen, nicht aus dem Wasserhahn. Allein die Kosten für diesen Posten übersteigen den Zuschuss für ein Kind: nahezu 60 Euro monatlich. Grundsätzlich steigen die Preise seit dem Frühjahr täglich, ein Ende ist nicht abzusehen. Vor allem vor Weihnachten werden die Händler nochmals versuchen, ihren Schnitt zu machen.

Nach 1 ½ Jahren steht fest: diese Praxis bewährt sich. Die antiretrovirale Medikation kann nur bei guter Ernährung wirksam werden. Alle Kinder haben deutlich an Gewicht zugenommen und sind stark gewachsen. Die Laborwerte haben sich entweder nachhaltig verbessert bzw. sich auf einem akzeptablen Niveau eingependelt. Chronische Infekte als Begleiterscheinung von HIV oder nach einer Amputation mit Wundheilungsstörungen sind selten geworden, wir sind nicht mehr Stammkunde bei Kinder- und HNO-Ärzten bzw. beim Chirurgen. Während der letzten 18 Monate trat nur einmalig ein Malaria-Schub auf.

Ich möchte diese Aussage durch ein Beispiel belegen:

Gewichtszunahme (mit Schwankungen) 

  • von Juni 2015 – Ende Oktober 2016: 10 kg

Wachstum im gleichen Zeitraum: 12 cm

Viruslast (Norm 200 - 500): 

  •  April 2016: 23.741 IE/ml
  • September 2016: 1.244(!) IE/ml

(ein Ausgangswert von Juni 2015 steht nicht zur Verfügung)


Helferzellen (Norm 500 – 1.500)

  • Mai 2015: 31 c/mm³,
  • Mai 2016: 146 c/mm³,
  • Sept. 2016: 255 c/mm³

Ich denke, diese Zahlen sprechen für sich. Die übrigen HIV-positiven Kinder befanden sich nicht in einem derart besorgniserregenden Zustand, aber auch bei ihnen ist eine kontinuierliche Verbesserung der Situation festzustellen.

Die Paten können sich laufend nach dem aktuellen persönlichen Zustand ihres Patenkindes erkundigen, sei es nun im gesundheitlichen oder schulischen Bereich. Ich versorge Sie sehr gerne mit Bildmaterial. Zum Ende des Schultrimesters werden die Ergebnisse „deutschlandtauglich“ aufbereitet und zur Kenntnis gebracht. Auch auf diesem Sektor sind gravierende Erfolge festzustellen.

Grundsätzlich möchte ich betonen: die Kinder, die bei uns leben, werden nicht aus ihrem Familienverband herausgerissen und in eine vergleichsweise privilegierte Situation verbracht, die von ihrer traditionellen Lebensform weit entfernt ist. Vielmehr handelt es sich überwiegend um HIV-positive Voll- oder Halbwaisen aus ärmsten Verhältnissen, die durch ihre Erkrankung von Verwandten nicht (mehr) versorgt werden können oder wollen. In allen Fällen werden sie von Angehörigen gebracht, die froh sind, die Last abgeben zu können. Ohne Hilfe von außen hätten sie wenig Chancen, das Erwachsenenalter zu erreichen.

Gabi Ayivi, November 2016

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+ + +  A K T U E L L + + + 23. Oktober  2016 + + +

Das Spendenportal (siehe Link) zur Finanzierung des Spielplatzes in Emene wurde eingerichtet. 

Anfang 2017 (voraussichtlich vom 3.-12.3.2017) will der Verein Kukuk-Kultur e.V.

 

vor Ort in Emene / Nigeria mit jungen Erwachsenen für die Kinder von Olileanya und der benachbarten Schule einen Spielplatz bauen. In Afrika gibt es keine Spielplätze, keine Schaukeln oder Spielgeräte. Gemeinsam mit Menschen vor Ort soll ein sozialer Raum entstehen. Örtliche Handwerker werden dabei mit einbezogen und lernen während des Projektes, wie man mit einfachen Mitteln zum Beispiel eine Schaukel baut, so dass in Zukunft auch an anderen Orten Spielplätze entstehen können.


+ + +  A K T U E L L + + + 29. September 2016 + + +

Ein neuer Brief von Gabi Ayivi aus Nigeria.
Lesen Sie hier.




+ + + 22. Februar   2016 + + +

Ein aktuelles Interview mit Gabi Ayivi zur Verleihung des "Sonderpreis Lebenswerk“  finden Sie HIER




+ + + 15. Januar 2016 + + +

Das „Schwäbische Tagblatt“, Tübingen, hat heute einen ganzseitigen Artikel über Gabi Ayivi und OLILEANYA e.V. veröffentlicht. Lesen Sie hier.





+ + + 5. Dezember  2015 + + +

„Sonderpreis Lebenswerk“ für Gabi Ayivi

Gabi Ayivi, der ersten Vorsitzenden von OLILEANYA e.V., wurde am 4.12.15 von der baden-württembergischen Sozialministerin Katrin Altpeter der diesjährige „Sonderpreis Lebenswerk“ verliehen. Lesen Sie hierzu mehr.